Kleinpolen - Małopolska
Małopolska (Kleinpolen) ist ein historischer und ethnographischer Landstrich
am oberen und mittleren Flusslauf der Weichsel. Er umfasst den größeren
Teil der Polnischen Karpaten, das Tal von Sandomierz (Kotlina Sandomierska),
das Auschwitzer Tal (Kotlina Oświecimska) und das Kleinpolnische Hochland
(Wyżyna Małopolska), dessen Bestandteil die unikale Naturregion des Krakau-Tschenstochauer
Jura ist.
Die Region Małopolska hat viele historischen Sehenswürdigkeiten, eine
herrliche Natur, und attraktive Erholungszentren. Hier die wichtigsten
Städte: Krakau: Eine Stadt voller Kultur, in der 25 % der Musealbestände
Polens lagern, und europäische Kulturstadt des Jahres 2000. Zakopane:
Der herrliche Kurort liegt am Fuße des höchsten polnischen Gebirges, der
Hohen Tatra. Dazu gehört die Region Podhale, die mit der Kultur des hiesigen
Bergvolkes, der Goralen, aufs engste verknüpft ist. Etwa 4 Mio. Menschen
kommen jährlich nach Tschenstochau (Częstochowa), Polens berühmtestem
Wallfahrtsort, um vor dem Bildnis der Mutter Gottes von Tschenstochau
- der schwarzen Madonna - im Paulinerkloster auf dem Hellen Berg (Jasna
Góra) zu beten. Wieliczka: Hier kann man das weltweit am längsten betriebene
Salzbergwerg besichtigen. Auschwitz (Oświęcim): Das von den Nazis angelegte
und nach dem Krieg in ein Museum umgestaltete Vernichtungslager zieht
alljährlich Millionen von Besuchern an. Lublin ist eine sehr schöne Stadt
mit einer interessanten Altstadt und einem herrlichen Schloss. Zamość
wird oft als "Padua des Nordens" bezeichnet. Es ist eine Perle
der Renaissance, die auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO steht.
Es sei nach auf zwei Landschaften hingewiesen. Das östlich der Weichsel
(Wisła) und südlich des Bugs gelegene Lubliner Land (Lubelszczyzna) und
die südlich davon gelegene Region Roztocze. Die dortige Landschaft ist
besonders schön und es gibt hier zwei Nationalparks. In diesen Gebieten
sieht man oft noch Spuren von Juden, die hier einst gelebt haben.
Der Name "Małopolska" wird seit dem 15. Jh. verwendet. Der lateinische
Begriff - "Polonia Minor" bedeutet "Jüngeres Polen"
im Vergleich mit Wielkopolska (Großpolen), der Wiege des polnischen Staates.
Małopolska wurde bereits Mitte des 11. Jh. zum wichtigsten Landesteil
Polens, denn in der Landeshauptstadt Krakau residierten auf dem Wawelhügel
Könige und Fürsten, hier blühte das kulturelle und wissenschaftliche Leben.
1364 gründete hier König Kazimierz Wielki (Kasimir der Große) die Krakauer
Akademie, die heutige Jagiellonen-Universität, eine der ältesten Hochschulen
Europas. Hier entstanden die prunkvollsten Schlösser und Kirchen des Landes.
Durch Małopolska verliefen wichtige Handelswege zwischen Westeuropa und
dem Schwarzen Meer, was sich auf die Entwicklung vieler Städte sehr positiv
ausgewirkt hat.
Anfang des 16. Jh. wurde Landeshauptstadt nach Warschau verlegt. Im 18.
Jh. ist Polen geteilt worden und von Europas Landkarte verschwunden. Durch
die Teilung ging Małopolska an Österreich. 1809 wurde ein Teil der Region
dem Warschauer Fürstentum angegliedert und 1815 dem Königreich Polen.
Krakau und Umgebung wurden zur Krakauer Republik (1815-1846) ernannt,
die unter gemeinsamer Aufsicht der Okkupanten stand. Nach dem misslungenen
Krakauer Aufstand von 1846 wurde die Krakauer Republik zum Bestandteil
der österreichischen Provinz Galizien. 1918, nach der Wiedergewinnung
der Unabhängigkeit Polens, befand sich der Großteil des historischen Małopolska
auf polnischem Territorium. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein bedeutender
Teil der Region der Sowjetunion angeschlossen.

Der Hauptmarkt in Krakau. Foto: P. Kubisztal www.poland.gov.pl
Cracow's golden age ended when the monarch moved his principal
seat to Warsaw (early 17th century). A period of economic
stagnation and decline followed, especially when Poland was partitioned
in the late 18th century. Lesser Poland was annexed by Austria
and given a new name, "Galicia". In 1809 during the Napoleonic Wars part
of the region was joined to the Duchy of Warsaw; and in 1815, at
the Congress of Vienna it was again split up, with part allocated to the
"Congress Kingdom of Poland" under the Tsar of Russia, while the City
of Cracow and its environs was to be an autonomous Republic
(or Free City) of Cracow (1815-1846), jointly administered by the three
partitioning powers. After the unsuccessful Cracow Uprising (1846), the Free
City was incorporated into Austria. In 1918, when Poland regained
independence, most of Lesser Poland returned to it. Cracow was
the first Polish city to be liberated from foreign rule. After the Second
World War a significant part of the region was annexed by the Soviet Union.
NATUR: GEWALTIGE BERGE UND KLEINE FELSEN
Das Landschaftsbild Małopolskas wird von seinen Gebirgszügen geprägt.
Durch den südlichen Teil der Region verlaufen die Karpaten. Sie ziehen
sich in einem weiten Bogen von der Gegend um Bratislava in der Slowakei
durch Polen und die Ukraine bis nach Rumänien. Der polnische Abschnitt
der Karpaten ist etwa 300 km lang und besteht aus den Westkarpaten (Karpaty
Zachodnie), mit der Tatra, den Pieninen und Beskiden, und den Ostkarpaten,
mit den Ostbeskiden (Bieszczady) im äußersten südöstlichen Zipfel des
Landes.
Die hohen Gipfel der Westkarpaten locken die Touristen mit ihrer wunderschönen,
wilden Natur. Die Region hat eine gute Verkehrsanbindung, ein großes Übernachtungsangebot
und viele gut ausgeschilderte Wanderwege. Trotzdem kann man bei Wanderungen
die Zivilisation weit hinter sich lassen. Es gibt keine Stände mit Hamburgern,
keine Asphaltwege und keine eingezäunten Privatgrundstücke, sondern nur
Holzhütten und gastfreundliche Herbergen. Ein Rucksack mit Verpflegung,
gute Schuhe und ein wenig Mut garantieren eine Begegnung mit unberührter
Natur.
Die Natur Małopolskas besteht jedoch nicht nur aus Gebirge.
Der Krakau-Tschenstochauer Jura: Höhlen und Fledermäuse
Die Kleinpolnische Hochebene (Wyżyna Małopolska) und insbesondere die
dazu gehörende aus Kalkstein des Jura bestehende Krakau-Tschenstochauer
Hochebene (Wyżyna Krakowsko-Czestochowska) weist besonders effektvolle
Karstformen auf. Die interessantesten Regionen stehen in mehreren Nationalparks,
Reservaten und Landschaftsparks. Es gibt hier zwei Nationalparks - den
Ojcowski- und den Świętokrzyski-Nationalpark. Ein großes Gebiet des Krakau-Tschenstochauer
Jura nimmt eine Reihe von Parks ein, in denen es viele Burgruinen aus
der Regierungszeit von Kasimir dem Großen (Kazimierz Wielki, 14. Jh.)
gibt. Am schönsten und bekanntesten sind die Ruinen in Ogrodzieniec, Mirów,
Bobolice und die Burg in Olsztyn (11 km südöstlich von Tschenstochau).
Im Sommer sind die Kalkfelsen des Jura ein beliebtes Ziel von Bergsteigern.
Es gibt hier übrigens eine weltweite Rarität - die Błędow-Wüste (Pustynia
Błędowska) Zwar wird sie langsam von der Pflanzenwelt erobert, aber -
Wüste bleibt Wüste.
Wissenswertes
Die Błędów-Wüste ist das größte
polnische und bis vor kurzem das größte mitteleuropäische Gebiet losen
Sandes im tiefen Inland. Der Sand wurde vor vielen Tausend Jahren durch
den schmelzenden Gletscher angetragen. Sie hat eine Fläche von 32 km2
(bis vor kurzem 150 km2) und liegt zwischen Klucze, Chechło und Błędów.
Sie ist 9 km lang und 3-4 km breit. Die Sandschicht hat eine durchschnittliche
Tiefe von 25 m. In den 50er und 60er Jahren gab es hier noch Fata Morganas,
Sandstürme, Windhosen und Oasen. Jetzt gibt es in der Wüste immer mehr
Pflanzen, besonders kaspische Weiden und man sieht immer seltener effektvolle
reine Sandflächen. Es gibt Hypothesen, dass der Sand zumindest teilweise
die Fähigkeit der selbständigen Erneuerung besitzt. In den letzten Jahren
ist die Wüste zum Mekka für Drachenflieger geworden. Und das nicht nur
wegen der ziemlich hohen Hügel, die einen guten Start ermöglichen. In
der bereits teilweise bewachsenen Wüste entstehen auch sehr günstige Windströme.
Wenn man sich in den so genannten Schloten bewegt, kann man sehr hoch
steigen.
Der kleinste polnische Nationalpark ist der 1580 ha große Ojcowski-Nationalpark
nahe Krakau im Tal des Flusses Pradnik. Er wurde am 14. Januar 1956 gegründet
und steht trotz seiner geringen Größe unter den ersten 20 von 1200 Biosphärenreservaten,
die von der Unesco erfasst wurden. Jährlich zählt er 350-400 000 Besucher.
Es ist eine sehr reizvolle Landschaft. Die phantastischen Felsenformen
tragen Namen aus Märchen und Mythen wie z. B. die 20 m hohe Herkules-Keule.
Es gibt über 400 Höhlen und Schluchten, die bis zu 100 m tief sind. Man
findet hier die Karst-Vaucluse-Quellen, eine einzigartige Pflanzenwelt
sowie mittelalterliche Schlösser und Ruinen.
Góry Świętokrzyskie (Heiligkreuz-Berge): das älteste und das niedrigste
Gebirge
Einen Teil der Kleinpolnischen Hochebene (Wyżyna Małopolska) bildet auch
die Hochebene von Kielce und Sandomierz (Wyżyna Kielecko-Sandomierska)
mit den Heiligkreuz-Bergen (Góry Świętokrzyskie), die zu den ältesten
Gebirgszügen Europas zählen. Das nicht besonders hohe Gebirge (höchste
Erhebung ist mit 612 m der Kahle Berg - Lysica), mit langen, sanften Bergrücken
ist 650 Mio. Jahre alt. Die infolge der Verwitterung der Felsen unter
niedriger Temperatur entstandenen, zahlreich auftretenden, unbewaldeten
Bergrücken und Abhänge sind charakteristisch für diese Gebirgslandschaft.
Die Heiligkreuz-Berge waren in der Vergangenheit vollkommen bewaldet.
Heute gibt es hier nur noch die Reste zweier Urwälder - die Puszcza Jodłowa
und die Puszcza Świętokrzyska. Typisch für diese Region sind Wälder, die
sich über die Berghänge ziehen. Sie bestehen aus Tanne, Buche, Ahorn,
Kiefer, Eiche, Lerche, Linde und Esche. Man findet auch Hainbuche, Bergulme,
Eibe und Fichte. Hier wachsen sämtliche für das Tiefland typische Farn-
und Bärlapparten. Die hiesigen Moorgebiete mit ihren Sumpfgewächsen wie
Sonnentau und Orchideen stehen unter Naturschutz.
Zu den hier lebenden Tieren zählen Wildschwein, Fuchs, Hirsch, Reh, Damhirsch,
Dachs, Biber, Wiesel, Marder und Eichhörnchen. Es gibt hier über 150 Vogelarten
(u. a. Auerhahn und Birkhuhn). Die kostbarsten Gebiete der Region stehen
unter Naturschutz im 1950 gegründeten, 7626 ha großen Świętokrzyski-Nationalpark.
Hier kann man den Kahlen Berg (Lysa Góra) - einen legendären Hexen-Treffpunkt
besuchen. Archäologische Forschungen haben gezeigt, dass sich hier vor
Jahrhunderten ein Zentrum des heidnischen Kults befand, wo man den slawischen
Naturgöttern Lada, Boda und Leli huldigte. Es gibt hier 66 Reservate mit
670 Naturdenkmälern.
Die 1000-jährige Eiche Bartek
Das berühmteste Naturdenkmal der Heiligkreuz-Berge ist die 1000-jährige
Eiche Bartek, die zu den ältesten Bäumen Polens zählt. Sie ist fast 30
m hoch und hat einen Umfang von 13 m.
Die Heiligkreuz-Berge sind von jüngeren, aus Kalkstein bestehenden Felsgebilden
umgeben. Es gibt hier viele Höhlen und Grotten. Die unter Naturschutz
stehende, berühmteste und landesweit schönste davon ist die Tropfsteinhöhle
"Raj" (Paradies). Sie ist für Touristen zugänglich.
Knochen vom Wollnashorn
Die bei Kielce gelegene Höhle Raj (Paradies)
gilt als die berühmteste und schönste in Polen. Sie wurde erst 1964 entdeckt.
Man fand hier Knochen von Tieren aus der Eiszeit wie Mammut, Wollnashorn,
Bär und Höhlenlöwe sowie Werkzeuge, die Neandertaler vor 40-50 000 Jahren
angefertigt hatten. Die Höhle ist leicht begehbar. Die nur 180 m lange
Route ist sehr beeindruckend. Durch entsprechende Beleuchtung werden die
herrlichen Stalaktiten, Stalagmiten, Säulen, Draperien, Kaskaden und unterirdische
Seen aus der Dämmerung hervorgeholt. In der Paradies-Höhle hängen von
einem Quadratmeter Höhlendecke bis zu 200 Tropfsteine. Es gibt hier auch
den weltweit seltenen Erbsenstein Pisolith, auch Höhlenperle genannt.
Karpaten: Wanderwege durch Wälder und über Almen
Die Tatra
Der höchste Gebirgszug der Karpaten wird von den Tieflandbewohnern als
das "einzig echte" Gebirge in Polen betrachtet. Im Sommer werden die entferntesten
Winkel der Tatra von Wandergruppen und einzelnen Touristen besucht. Im
Winter ist die "Winterhauptstadt Polens" Zakopane ein Mekka für Skifahrer.
Das Angebot der Tatra ist sehr reich. Es ist das einzige polnische Gebirge,
das mit den Alpen verglichen werden kann. Es gibt hier viele Wanderwege
mit wunderschönen Aussichten. Um die Schönheit der Tatra bewundern zu
können, muss man nicht unbedingt hohe Gipfel erklimmen, es genügt ein
Spaziergang durch eines der herrlichen Täler: Chocholowska, Kościeliska,
Strażyska oder Rybi Potok. Im Winter verwandeln sich viele Berghänge in
Skipisten. Das am Fuße der Tatra gelegene Zakopane ist keine gewöhnliche
Stadt, denn sie hat eine eigene Folklore mit Bräuchen, Tänzen, Liedern
und Trachten. Die Bergbewohner unterscheiden sich auch durch ihren Dialekt
und die originelle Architektur von dem Rest Polens. Die Tatra ist die
höchste Gebirgsgruppe der gesamten Karpaten, die sich bogenartig vom Donaudurchbruch
im Eisernen Tor bis zum Mährischen Tor zieht. Sie nimmt eine Fläche von
785 qkm ein, wovon zu Polen knapp 25 %, d. h. etwa 175 qkm gehören. Der
höchste Gipfel der Tatra - Gerlach (2655 m) - befindet sich in der Slowakei.
Der höchste Gipfel in Polen liegt an der Grenze zur Slowakei (Rysy; 2499
m). Der höchste, "ganz" zu Polen gehörende Berg ist der Kozi Wierch (2291
m).

Die Tatra. Foto: R. M. Kosinscy, www.poland.gov.pl
Die polnische Tatra besteht aus der Hohen und aus der Westlichen Tatra.
In der Hohen Tatra gibt es die meisten (eiszeitlichen) Wasserbecken und
in der Westlichen die schönsten Höhlen. Die Hohe Tatra gehört den Mutigen.
Ihre steilen Hänge, scharfen Grate und Abgründe sind ebenso schön wie
heimtückisch. Die Westliche Tatra ist weniger gefährlich. Sie hat größere
Flächen und ist pflanzenreicher.
Das Wasser stürzt 70 m
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Der höchste, "ganz" zu Polen gehörende Berg ist Kozi
Wierch (2291 m)
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Der größte See der Tatra ist das Meeresauge (Morskie
Oko) (34,9 ha)
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Der tiefste See der Tatra ist der Große Teich (Wielki
Staw, 79,3 m) im Tal der Fünf Großen Polnischen Seen (Dolina Pieciu
Stawów Polskich)
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Die tiefste Höhle ist die Große Schneehöhle (Wielka
Śnieżna) im Bergmassiv Rote Gipfel (Czerwone Wierchy, 814 m Höhenunterschied)
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Das längste Tal der polnischen Tatra heißt Dolina
Suchej Wody Gasienicowej (13 km)
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Der größte Wasserfall der Polnischen Tatra (und Polens)
heißt Wielka Siklawa. Hier stürzt das Wasser an der Schwelle des
Tals der Fünf Großen Polnischen Seen 70 m in die Tiefe
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Der größte Schneefall von 3,55 m wurde im April 1996
auf dem Gipfel Kasprowy Wierch gemesse
In der Tatra gibt es viele Wasserfälle. Die bekanntesten und schönsten
im polnischen Teil heißen Wodogrzmoty Mickiewicza und Wielka Siklawa.
Sie bieten besonders im Frühling bei Sonnenaufgang einen wunderbaren Anblick.
Es gibt 43 postglazialen Seen mit smaragdblauem Wasser und einer Gesamtoberfläche
von 160 ha. Die meisten von ihnen liegen in der Hohen Tatra, höher als
1600 m. Am größten und am schönsten, sowie am leichtesten zu erreichen
ist das Meeresauge (Morskie Oko, 1393 m.
Die Tatra hat die reichste Pflanzenwelt der Karpaten. Allein in der Polnischen
Tatra gibt es über 1000 Arten von Gefäßpflanzen, wovon 250 zur Gebirgs-
bzw. zur Hochgebirgsflora gehören. Charakteristisch sind die Vegetationszonen.
Über dem Vorgebirgsland liegen zwei Waldstufen - der untere Hochwald (hauptsächlich
Buche und Tanne) und der obere Hochwald (hauptsächlich Fichte, Zirbelkiefer
und Karpatenbirke). Bei 1500 m hört der Wald auf - höhere Partien sind
nur mit niedrigen Zwergkiefern bewachsen, die die Erosion verhindern.
Ab 1800 m beginnen die Almen, auf denen noch vor einigen Jahren Schafe
weideten. Ab 2300 m sind die Berge kahl. Auf den nackten Felsen wachsen
nur Pflanzen, die den rohen Witterungsverhältnissen auf dieser Höhe widerstehen
können.
Es gibt einige Pflanzenarten, die immer mit der Tatra in Verbindung gebracht
werden - das kleine, filzige Edelweiß, die stengellose Silberdistel (die
hier gern zur Dekoration verwendet werden) und die violetten Krokusse,
von denen es gleich nach der Schneeschmelze riesengroße Blütenteppiche
gibt. Die schönen Zirbelkiefern wachsen hauptsächlich am Meeresauge und
in der Umgebung des Roztoka-Tals.
In der Tatra leben viele Tiere. In den Wäldern findet man Hirsche (etwa
300), Rehe, Wildschweine, Wölfe, Füchse, Luchse und Wildkatzen. Der ehrwürdigste
Bewohner des Hochwaldes ist der Braunbär, der während seiner Wanderungen
sogar die hohen Gebirgspässe erreicht. Gegenwärtig leben auf der polnischen
Seite etwa zwölf von insgesamt 60 Braunbären.
Zu den seltenen Vogelarten gehört der Steinadler, von dem in der gesamten
Tatra nur noch einige Paare leben. Auch die Zahl der Krähen wird immer
kleiner. In der Tatra wurden im Jahr 2000 etwa 80 Gämsen gezählt. Sie
sind relativ leicht zu beobachten. Übrigens sind sie das Symbol des Tatra-Nationalparks.
Um einem Murmeltier zu begegnen, muss man viel Glück und Geduld haben.
Man bekommt es häufiger zu hören als zu sehen, da dieses ängstliche Tier
bei geringster Gefahr seine Verwandtschaft mit einem schrillen Pfiff warnt,
dessen Hall aus großer Entfernung zu hören ist.
Zum Schutz der Tatra wurde 1955 der 21 400 ha große Tatra-Nationalpark
gegründet.
Die Beskiden (Beskidy)
Die Beskiden machen den größten Teil der polnischen Karpaten aus. Sie
sind in West- und Ostbeskiden unterteilt. Die Westbeskiden (Beskidy Zachodnie)
bestehen aus acht Gebirgsgruppen. In Małopolska liegen u. a. die Gebirgszüge
Beskid Mały, Żywiecki, Wyspowy, Sadecki und Gorce. Die kuppelförmigen
Berge der Beskiden mit sanften, dicht bewaldeten Hängen sind ideal für
lange, ruhige Wanderungen. Es gibt viele Wanderwege sowie Dörfer und Städtchen,
die am Fuße des Gebirges liegen.
Die Kleinen Beskiden (Beskid Maly) sind eine niedrige Bergkette, die sich
von Bielsko-Biała bis zum Flusstal der Skawa zieht. Beskid Zywiecki bilden
die südliche Grenze. Und die westlichen Hänge führen direkt in Orte wie
Kęty, Andrychów und Wadowice (Geburtsstadt von Papst Johannes Paul II.).
Die Bergrücken sind durch tiefe Täler voneinander getrennt und größtenteils
bewaldet. Es gibt hier jedoch auch einige sehr schöne Lichtungen mit wunderschönen
Aussichten. Die Berge mit ihren sanften Hängen sind nicht höher als 950 m.
Das Gebirge Beskid Żywiecki ist nach der Tatra die zweithöchste Erhebung
der polnischen Karpaten und liegt zwischen dem oberen Lauf der Flüsse
Sola und Skawa. Der höchste Gipfel ist der Weiberberg (Babia Góra), der
mit 1725 m der höchste Berg der polnischen Beskiden ist. Die Landschaft
steht unter dem Schutz des Babia Góra-Nationalparks (1955 gegründet; 3392
ha), der 1977 als einer der ersten Gebirgsnationalparks als Biosphärenreservat
von der Unesco erfasst wurde.
Die Inselbeskiden (Beskid Wyspowy) liegen zwischen dem mittleren Teil
des Tales vom Fluss Raba und dem Dunajec-Tal. Seine Bezeichnung ist auf
den atypischen geomorphologischen Aufbau zurückzuführen. Es gibt hier
wenige Bergketten, dafür zahlreiche alleinstehende Berge mit steilen Hängen
und flachen Gipfeln. Der höchste - Mogielica - ist 1171 m. Das Gebirge
ist zu jeder Jahreszeit schön, besonders im Herbst, wenn die dunklen Inseln
der Gipfel aus dem Nebelmeer herausragen. Die Bevölkerung setzt sich aus
Vertretern unterschiedlicher ethnischer Gruppen zusammen, die sorgsam
ihre uralten Traditionen und ihre Folklore pflegen.
Das Gebirge Beskid Sadecki liegt zwischen dem Dunajec-Tal und den Gebirgszügen
Gorce und Beskid Wyspowy. Im Osten grenzt er an das Gebirge Beskid Niski,
im Süden an die Pieninen und die Slowakei. Die Beskiden werden durch das
malerisch gelegene Flusstal des Poprad Beskid geteilt, das zum Poprad-Landschaftspark
gehört. Die Berge sind bewaldet und nicht besonders hoch. Nur der Radziejowa
ragt mit seinen 1262 m heraus. Im Westen des Gebirges Beskid Sadecki liegen
zwei historische Städte - Nowy Sącz und Stary Sącz. Nowy Sącz (Neu Sandez)
liegt an einem steilen Hang, wo sich die Flüsse Kamienica und Dunajec
vereinigen. Es hat eine mittelalterliche Stadtanlage und einen großen
Marktplatz, in dessen Mitte ein Rathaus vom Ende des 19. Jh. steht. Von
der Schlossruine hat man eine schöne Aussicht auf den Dunajec und die
Inselbeskiden. Stary Sącz ist reich an historischen Gebäuden, an denen
man sich in der Kutsche vorbeifahren lassen kann. In der Gegend gibt es
auch einige landesweit bekannte Kurorte mit Mineralquellen, wie Krynica,
Żegięstow, Piwniczna und Muszyna. Die umliegenden Dörfer bewohnte einst
der Volksstamm der Lemken. Sie hinterließen sehr schöne hölzerne und gemauerte
Kirchen. Über den Baustil der Lemken informiert ein Freilichtmuseum, in
dem es Bauernhütten und Wirtschaftsgebäude sowie Kirchen gibt.
Gorce
Die Gebirgsgruppe Gorce ist Teil der Westbeskiden. Sie liegt zwischen
den Flüssen Raba und Dunajec, im Norden grenzt sie an die Inselbeskiden
(Beskid Wyspowy) und im Süden an das Tatra-Vorland (Podhale). Von oben
betrachtet erinnert sie an einen Tintenfisch - diese charakteristische
Anlage von Erhebungen, die von einem Punkt ausgehenden gewundenen Hörnern
gleicht, wird auch als Seestern bezeichnet.
Die leicht zu erklimmenden, rundlichen, flachen und dadurch touristenfreundlichen
Gipfel (die höchste Erhebung - Turbacz ist 1310 m hoch) sind nicht das
einzige, was diese Berge zu bieten haben. Es gibt hier zwar keine hohen
Felsen, Gebirgsseen und tiefen Schluchten, trotzdem besitzen die Gorce
das gewisse Etwas, das Bewunderung erweckt und jeden, der einmal hier
gewesen ist, immer wieder herlockt. Mit Sicherheit ist es eine phantastische
Landschaft - lange, vereinzelte Bergrücken sind durch tiefe und wilde
Täler voneinander getrennt, mit Karpatenbuchen- und Fichtenwäldern bewachsen,
deren weite Flächen große Almen und reizvolle Lichtungen durchbrechen.
Diese malerischen Wiesen und Lichtungen sind ganz typisch für diese Gegend.
Hier und da stehen alte Holzhütten, denn einst wurden hier massenweise
Schafe geweidet.
1981 wurde der 7020 ha große Gorce-Nationalpark gegründet. Er ist eine
Oase der Stille. Es gibt ein dichtes Netz an Wanderwegen, einige Herbergen
und Zeltplätze, und man findet ohne weiteres stille, reizvolle Eckchen.
In den ausgedehnten Wäldern, die vorwiegend aus Tanne, Buche und Fichte
bestehen, und auf den Lichtungen findet man viele Blumen- und Kräuterarten,
u. a. Krokusse, Türkenbund, Schneeglöckchen, Stengellose Silberdistel
und Orchideen. Im Sommer wachsen im Unterholz viele Heidelbeeren und Himbeeren.
Die Tierwelt der Gorce ist sehr artenreich. Hier leben Rehe, Hirsche,
Wildschweine, Hasen und Luchse. Es gibt etwa 100 Vogelarten, darunter
große Raubvögel wie Habicht, Mäusebussard, Falke, Auerhahn, Birkhahn,
Roter Hühnergeier und Schwalbenstößer (Sperber). Zurückgekehrt sind auch
die selten vorkommenden (in Paaren lebenden) Krähen. Der seltene und unter
Schutz stehende Salamander ist das Symbol des Nationalparks von Gorce.
Pieninen (Pieniny)
Die Pieninen ziehen bereits seit dem 13. Jh. Touristen an. Schon damals
wussten die politischen und kulturellen Eliten aus Polen und aus dem Ausland
diese wunderschöne Landschaft zu schätzen. Heute wird dieses Gebirge jährlich
von 400 000 Touristen besucht.
Die zu den Westkarpaten gehörenden Pieninen sind ein verhältnismäßig kleines,
aber hinsichtlich der Landschaft, der Natur und des Tourismus sehr attraktives
Bergland. Die Natur hat hier wahre Wunder vollbracht. Sie schuf vor Millionen
Jahren herrliche Kalkfelsen, die trotz ihrer geringeren Höhe beeindruckend
groß wirken. Ihre Gipfel ragen senkrecht über die bewaldeten Hänge hinaus,
zwischen denen sich der Gebirgsfluss Dunajec in einer tiefen Schlucht
wild entlang schlängelt.
Der kostbaren Natur wegen wurde hier 1932 der Pieninen-Nationalpark (Pieninski
Park Narodowy) gegründet. Hinsichtlich seiner Größe (2346 ha) gehört er
zwar zu den kleinsten, hinsichtlich des Angebots an Attraktionen zählt
er jedoch zu den interessantesten Nationalparks in Polen. Wanderwege und
zahlreiche Aussichtspunkte ermöglichen auch während eines kurzen Aufenthalts,
viele Besonderheiten der Natur kennen zu lernen. Geringe Höhenunterschiede
(höchster Gipfel - Wysoka - 1050 m) machen den Pieninen-Nationalpark für
jeden Touristen zugänglich. Der Park hat seine Fortsetzung in der Slowakei.
Dort stehen 3750 ha unter Naturschutz.
Zweiter internationaler Nationalpark
Der an der polnisch-slowakischen Grenzen entstandene
Pieninen-Nationalpark ist der erste europäische und weltweit der zweite
internationale Naturpark (nach dem Park des Friedens Waterton-Glacier,
der die Grenzgebiete der Provinz Alberta in Kanada und dem Staat Montana
in den USA umfasst).
Die Pflanzenwelt der Pieninen ist sehr reichhaltig. Die steilen Hänge
sind mit Tannen- und Buchenwäldern bewachsen, dazwischen stehen Ahorn
und Ulme. Für die Landschaft der Pieninen sind die in Grüppchen auf Felsgipfeln
wachsenden Kiefern charakteristisch. Die Eibe kommt nur noch vereinzelt
vor.
Man findet hier ausgedehnte Wiesen, die beim Abroden von Wäldern für landwirtschaftliche
Zwecke entstanden sind. Seitdem sie nicht mehr regelmäßig von Schafen
abgefressen werden, wachsen hier verstärkt Bäume. Auf den üppigen Wiesen
der Pieninen wurden 3000 Pflanzenarten gezählt. Zu den Besonderheiten
gehören endemische Pflanzen, wie der Pieninen-Löwenzahn und der Pieninen-Schöterich,
sowie botanische Raritäten wie die Zawadzki-Lilie, die hier häufig zu
finden ist. Ihr nächster Standort befindet sich im Ural.
Im Pieninen-Nationalpark leben 150 Vogel- und 250 Tierarten. Man findet
hier: Luchs, Wildkatze, Hirsch und Fuchs. Der Stolz des Parks aber sind
seine Insekten - insbesondere die Schmetterlinge, die hier mit 1600 Arten
vertreten sind.
Für unvergessliche Eindrücke sorgt ein Ausflug zu den Drei Kronen (Trzy
Korony, 982 m), den Gipfeln von Sokola Perc und Sokolica (747 m), sowie
in die Kleinen Pieninen (Male Pieniny). Besonders schön ist die Landschaft
im Herbst, wenn sich die Bäume unterschiedlich färben und die Luft klarer
wird, besonders schön. Hier, am wunderschönen Durchbruch des Flusses Dunajec
kann man an einer faszinierenden Floßfahrt teilnehmen. Seit 150 Jahren
werden die Touristen von Flößern in schmalen, hölzernen Kähnen, die jeweils
zu fünft zu einem Floß miteinander verbunden werden, durch eine eindrucksvolle
Wasserstraße mitten durch das Herz dieses Gebirges befördert. Der Fluss
macht auf 15 km Länge drei riesige Schleifen in einer schmalen Schlucht
zwischen monumentalen Berghängen.
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Die Schönheit der Landschaft in den Pieninen bestimmt nicht allein
die Natur. Es gibt auch viele kleine, wunderschöne Städtchen. Die
größte und reizvollste ist Szczawnica, ein landesweit bekannter
Kurort mit zahlreichen Mineralquellen, deren heilende Eigenschaften
bereits im 16. Jh. bekannt waren. Damit behandelt man Erkrankungen
der Atemwege und des Verdauungssystems sowie Allergien. Besuchenswert
sind ebenfalls Czorsztyn und Niedzica am Ufer des Stausees von Czorsztyn,
der sehr malerisch gelegen ist. In Czorsztyn befinden sich die imposanten
Ruinen eines Königsschlosses aus dem 14. Jh. Die felsige Einöde
und die Ruinen sind Bestandteil eines Landschaftsreservats. Über
dem 1996 in Niedzica, am Fluss Dunajec errichteten Staudamm (Wasserkraftwerk)
steht eine wunderschöne Burg aus dem 14. Jh., die im Stil der Renaissance
umgebaut wurde. Sie gilt als eine der kostbarsten Festungen Polens.
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Burg in Niedzica
Foto: www.poland.gov.pl |
AUSFLUGSZIELE: UNTERHALTUNG UND BESINNUNG
Krakau: Kultur und Cafés
Krakau hat eine tausendjährige Tradition und war einige Jahrhunderte
Polens Hauptstadt. Seinen Reiz bestimmen alte, ruhige Pflasterstrassen,
unzählige Sehenswürdigkeiten, herrliche Museen und Gasthäuser sowie gemütliche
Kneipen und Cafés. Krakau gehört den Studenten, von denen es an zwölf
Hochschulen 100 000 gibt.
Krakau ist im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört worden. Die historische
Bebauung ist in ihrer Gesamtheit erhalten geblieben. Die kleine St. Adalbertskirche
auf dem Hauptmarkt und die Andreaskirche in der Grodzka-Straße stammen
aus dem frühen Mittelalter, 10.-11. Jhauths/106/files Die Stadt hat zwei
große Attraktionen: den Wawel-Hügel mit dem riesigen Schloss, dem einstigen
Sitz der polnischen Könige, und den Hauptmarkt. Er ist das mit historischen
Gebäuden umgebene Herz der Stadt, wo sich das kulturelle und gesellschaftliche
Leben der Krakauer konzentriert. Der Wawel und die Krakauer Altstadt wurden
auf die erste, 1978 zusammengestellte Liste des Weltkulturerbes der UNESCO
gesetzt. Diese bedeutende Auszeichnung erhielten damals weltweit nur zwölf
Objekte.
Kulturhauptstadt
1995 hat der EU-Ministerrat für
Kultur Krakau den Titel "Europäische Kulturstadt für das Jahr 2000 verliehen.
Derartig geehrt wurden außerdem Avignon, Bologna, Bergen, Brüssel, Helsinki,
Prag, Reykjavik und Santiago de Compostela.
Auf dem am Weichselufer gelegenen Wawel-Hügel haben sich seit jeher Menschen
angesiedelt. Bereits 50 000 v. Chr. campierten hier Mammutjäger. Das Königsschloss
und die dazugehörige Kathedrale wurden mehrmals umgebaut und sind eine
Mischung der Baustile: Romanik, Gotik und Renaissance. Ein Meisterwerk
der Renaissance ist die Sigismund-Kapelle. Es lohnt sich auch, auf den
Sigismund-Turm zu steigen, wo sich die zweitgrößte polnische Glocke befindet,
die 1520 auf Kosten des Königs Zygmunt I. Stary (des Älteren) aus Kanonen
gegossen wurde. Die Glocke ertönt nur an wichtigen staatlichen Feiertagen.
Um sie zu bewegen, werden 10 Männer gebraucht (sie wiegt 12,7 Tonnen)
und ihr Klang ist noch in 12 km Entfernung zu hören. Am Heiligen Abend
des Jahres 2000 ist der Schlägel der Sigismund-Glocke gesprungen, was
viele für ein böses Omen hielten. Innerhalb weniger Monate wurde ein neuer,
300 kg schwerer Glockenschlägel gegossen und angebracht. Die größte Glocke
Polens hängt übrigens im Sanktuarium der Marianer in Lichen in der Region
Kujawy.
Beim Schlendern über den Wawel kann man, wie nirgendwo anders in Krakau,
den Hauch der Geschichte spüren. In seinen Grüften befinden sich die Gebeine
von polnischen Königen und andern berühmten Polen, z. B. von Tadeusz Kościuszko,
Józef Piłsudski und Władysław Sikorski. Öffentlich zugänglich sind auch
die königlichen Gemächer sowie die Schatz- und Waffenkammern. Auf dem
Wawel kann man die weltweit größte und wertvollste Sammlung riesiger Gobelins
aus der Renaissance bewundern.

Wawel. Foto: www.poland.gov.pl
Energiequelle in Krakau: Chakras
Nach dem hinduistischen Glauben
gibt es auf der Erde sieben geheimnisvolle Energiequellen - Chakras. Sie
befinden sich in Jerusalem, Rom, Welehrad, Delphi, Mekka, Delhi und in
Krakau. Die Chakras sollen angeblich eine negative Ionisation erzeugen,
wodurch sich die Menschen besser fühlen und entspannen. Der Platz, an
dem das Chakra in Krakau lokalisiert wurde, musste umzäunt werden, da
die jahrhundertealte Mauer durch das Anlehnen der Touristen immer mehr
verschlissen ist. Man kann hier aber weiterhin positive Energie aufladen.
Der Hauptmarkt (Rynek Główny) ist mit 200 x 200 m der größte mittelalterliche
Platz Europas. Er ist zu jeder Jahres- und Tageszeit wunderschön. So wie
vor Jahrhunderten konzentriert sich hier das Leben der Stadt. Der Markt
ist ein wahrhaftiger "Salon" der Kultur, des Handels und der Touristen.
Fast kein Haus ist hier nur Wohngebäude - fast in jedem gibt es Cafés,
Restaurants, Pubs, Galerien, Museen und Geschäfte. Blumenfrauen bieten
wie vor Jahrhunderten bunte Sträuße an und Straßenmusikanten bitten um
ein paar Groschen. Im Sommer gibt es viele Maler und Leute, die Brezeln,
Andenken und alles mögliche Verkaufen. Touristen, Studenten und Unmengen
an Tauben findet man hier zu jeder Jahreszeit.
Die bekanntesten Bauten des Hauptmarkts sind die Marienkirche und die
Tuchhallen. Die Kirche, eine gotische Basilika, die zwischen dem 13. und
15. Jh. entstand, birgt in ihrem Inneren einen wahren Schatz - den größten
und einen der europaweit schönsten mittelalterlichen Altäre von Veit Stoß.
Der Altar ist 13 m hoch und 11 m breit. Er besteht aus 200 geschnitzten
Figuren, die 3-300 cm groß sind. Der Meister arbeitete 12 Jahre daran.
Vom höheren Turm der Kirche erklingt in alle vier Himmelsrichtungen stündlich
das berühmte Trompetenlied.
Die 108 m langen Tuchhallen stehen mitten auf dem Markt. Seit dem 13.
Jh. waren sie vor allem ein Handelszentrum und sie sind es bis heute geblieben.
In ihrem Inneren, wo es immer voll und laut ist, befindet sich beiderseits
je eine Reihe von Ständen mit Andenken, Handwerkserzeugnissen und Schmuck
aus Silber und Bernstein. Außer den Tuchhallen sind auf dem Hauptmarkt
die kleine St. Adalbertskirche aus dem 11. Jh. und der Rathausturm erhalten
geblieben. Das Rathaus, der mittelalterliche Sitz der Stadtherren, wurde
wegen großer Bauschäden Anfang des 19. Jh. abgetragen. Es sind die einzigen
Gebäude, die noch auf dem einst dicht bebauten Platz stehen.
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Die bekanntesten Bauten des Hauptmarkts sind die Marienkirche und
die Tuchhallen. Die Kirche, eine gotische Basilika, die zwischen
dem 13. und 15. Jh. entstand, birgt in ihrem Inneren einen wahren
Schatz - den größten und einen der europaweit schönsten mittelalterlichen
Altäre von Veit Stoß. Der Altar ist 13 m hoch und 11 m breit. Er
besteht aus 200 geschnitzten Figuren, die 3-300 cm groß sind. Der
Meister arbeitete 12 Jahre daran. Vom höheren Turm der Kirche erklingt
in alle vier Himmelsrichtungen stündlich das berühmte Trompetenlied.
Die 108 m langen Tuchhallen stehen mitten auf dem Markt. Seit dem
13. Jh. waren sie vor allem ein Handelszentrum und sie sind es bis
heute geblieben. In ihrem Inneren, wo es immer voll und laut ist,
befindet sich beiderseits je eine Reihe von Ständen mit Andenken,
Handwerkserzeugnissen und Schmuck aus Silber und Bernstein. Außer
den Tuchhallen sind auf dem Hauptmarkt die kleine St. Adalbertskirche
aus dem 11. Jh. und der Rathausturm erhalten geblieben. Das Rathaus,
der mittelalterliche Sitz der Stadtherren, wurde wegen großer Bauschäden
Anfang des 19. Jh. abgetragen. Es sind die einzigen Gebäude, die
noch auf dem einst dicht bebauten Platz stehen.
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Altäre von Veit Stoß
Foto: www.poland.gov.pl |
Die Krakauer Altstadt ist nicht nur ein großes Museum, sondern auch eine
Vergnügungsoase. Dafür muss man oft unter die Erde steigen. In den Kellern
der historischen Gebäude befinden sich über 100 Cafés, Restaurants und
Pubs. Die Krakauer Gasthäuser, von denen jedes eine einzigartige Ausstattung
und Atmosphäre hat, sind landesweit berühmt. Deswegen wird Krakau an den
Wochenenden von Menschen aus ganz Polen besucht. Im Sommer ziehen die
Cafés und Pubs nach draußen und umgeben den Markt mit einem dichten Ring
farbiger, lebensfroher Sommergärten.
Es gibt in Krakau noch einen faszinierenden Ort. Es ist der jüdische Stadtteil
Kazimierz, der 1335 vom König Kazimierz Wielki (dem Großen) gegründete
wurde und einst eine eigenständige Stadt war. Heute gehört Kazimierz zu
Krakau, hat jedoch einen eigenen Charakter. Es gibt hier Synagogen (die
älteste stammt aus dem 15. Jh.), schmale Straßen, kleine Häuser und einen
schönen, einzigartigen jüdischen Friedhof aus dem 16. Jh. Die Juden wurden
hier von den Deutschen im Zweiten Weltkrieg ausgesiedelt. Ein Spaziergang
durch das Labyrinth schmaler Gassen wird zu einem ungewöhnlichen Erlebnis.
Es gibt hier Orte, an denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.
Derweil verstecken sich hinter den Fassaden exklusive Hotels, Restaurants
mit jüdischer Küche und gemütliche Minikneipen.
Wieliczka: Kronleuchter aus Salz
Manche Touristen kommen nur wegen des Salzbergwerkes in Wieliczka nach
Polen. Die berühmteste Salzgrube der Welt ist einer der wenigen Orte Polens,
der auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO (1978) steht und als
Denkmal der Geschichte anerkannt wurde (1994).
Die Geschichte der Salzgewinnung in Wieliczka reicht weit zurück. Archäologische
Funde bestätigen, dass hier bereits 3000 Jahre v. Chr. natürliche Solequellen
existierten. Mit den Benediktinern kam eine weiter entwickelte Technik
nach Wieliczka. Sie gruben die ersten Schächte - der älteste stammt von
1280. Die heutige Salzgrube ist ein Labyrinth unterirdischer Gänge und
Kammern, mit einer Länge von 350 km. Zwei Kilometer sind zur Besichtigung
freigegeben. Jährlich kommen 700 000 Besucher hier her. Die unterirdische
Route führt durch drei Ebenen (64 bis 135 m tief), in denen sich 20 historische
Kammern befinden. Insgesamt gibt es neun Ebenen, die tiefste liegt 342
m tief. Besichtigt werden u. a. Kammern, in denen einst Salz gefördert
wurde, unterirdische Seen und einzigartige Kapellen mit Salzskulpturen
und Flachreliefs. In 101 m Tief liegt die Kinga-Kapelle mit wunderschönen
Skulpturen und Kronleuchtern. Die Kapelle ist 54,5 m lang, 10-18 m breit
und 10-12 m hoch und sollte eigentlich als eine unterirdische Salzkirche
bezeichnet werden.
Auf der dritten Ebene (135 m) befindet sich das Museum des Salzbergwerks.
Es soll das weltweit größte Bergbaumuseum sein. Die Ausstellung umfasst
3000 Exponate, darunter alte Werkzeuge und Sammlungen von Mineralen und
Volkskunst-Gegenständen.
Da die hiesige Luft heilende Eigenschaften aufweist, wurde auf der 5.
Ebene (211 m unter der Erde) ein Sanatorium eingerichtet, in dem verschiedene
Allergien und Asthma behandelt werden.
Tschenstochau (Częstochowa): die Schwarze Madonna
Tschenstochau an der Warthe (Warta) ist Polens religiöses Zentrum, weil
sich hier auf dem Hellen Berg (Jasna Góra) das Paulinerkloster befindet.
In der Kapelle der Muttergottes von Tschenstochau aus dem 15. Jh. gibt
es im Hauptaltar das in Polen am meisten verehrte Bild Marias mit dem
Jesuskind, das jährlich von 4 Mio. Touristen besucht wird.
Im Bund der Pilgerstädte
Tschenstochau erhielt als erste
Stadt Mittelosteuropas im April 1998 den Prix de lEurope 1998, um den
sich 50 europäische Städte beworben hatten. Tschenstochau bekam ihn für
die langjährige Zusammenarbeit im Rahmen des Bundes der Pilgerstädte,
dem außerdem Altötting, Fatima, Loretto und Lourdes angehören. Er fördert
gemeinsame Initiativen und den Pilgertourismus.
Das Ziel der Pilger, das Bildnis der Schwarzen Madonna, ist hinter einem
Vorhang aus silbernem Blech (von 1673) verborgen, der nur zweimal am Tag
geöffnet wird. Es hat sieben, reich mit Gold, Silber und Edelsteinen verzierte
"Kleider", mit denen es abwechselnd umhüllt wird. Der Volksmund sagt,
dass das Marienbildnis vom Hl. Lukas dem Verkünder stamme und auf einem
Brett vom Tisch aus dem Hause der Heiligen Familie gemalt worden sei.
Die Schrammen auf der Wange Marias sollen Wunden sein, die ihr 1430 bei
einem Überfall auf das Kloster auf dem Hellen Berg mit einem Schwert zugefügt
wurden. In Wirklichkeit ist dieses berühmte, wundertätige Bild eine byzantinische
Ikone aus dem 6.-8. Jh., die über Ruthenien nach Polen gelangte. Das Werk,
das wir heute auf dem Hellen Berg besichtigen können, ist nur eine Kopie,
da das Original zerstört wurde. Sie entstand nach 1430 und die zwei Schrammen
hat der Künstler auf Marias Gesicht gemalt, um an die Zerstörung des Originals
zu erinnern.
An den Wänden der Kapelle befinden sich zahlreiche Votivgaben der Pilger.
Gehbehinderte, die dank der wundertätigen Eigenschaften des Bildnisses
geheilt wurden, haben hier ihre Krücken stehen lassen. Die kostbarsten
Votivgaben befinden sich in der Schatzkammer. Die Besichtigung der Kostbarkeiten,
darunter Schenkungen der polnischen Könige, dauert mehrere Stunden. Die
ältesten Votivgaben stammen aus dem 14. Jh. Viele von ihnen gelten als
Kunstwerke.
Auschwitz (Oświęcim): Vernichtungslager
Das Konzentrationslager wurde 1940 von den Nationalsozialisten am Rande
der Stadt gegründet, die, ähnlich wie ganz Polen während des Zweiten Weltkrieges
von den Deutschen okkupiert wurde. Kurz darauf wurde das Lager ausgebaut
und um ein großes neues Lager im nahegelegenen Birkenau (Brzezinka) erweitert.
1947 wurde auf dem Gelände zweier erhaltener Teile des Konzentrationslagers:
Auschwitz I und Auschwitz II-Birkenau das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau
gegründet. 1979 wurden beide Orte auf die Liste des Weltkulturerbes der
UNESCO gesetzt.
Statistik des Grauens
Gleich nach dem Krieg hat das Oberste Nationale
Tribunal festgestellt, dass im Lager 2,8 Mio. Häftlinge aus 30 Ländern
umgebracht wurden. Spätere Nachforschungen begrenzten die Zahl der Auschwitzopfer
auf 1,1-1,5 Mio. Menschen. 90 % davon waren Juden, die aus allen okkupierten
Ländern Europas hierher deportiert wurden. Die zweitgrößte Gruppe der
Häftlinge waren Polen (140 000), von denen die Hälfte hier umgekommen
ist. Im Lager befanden sich auch 20 000 Roma aus Europa, 10 000 sowjetische
Kriegsgefangene und mehrere Tausend Häftlinge anderer Nationalitäten.
Das tatsächliche Ausmaß des Verbrechens festzustellen, ist nicht möglich,
weil die Deutschen bei der Spurenbeseitigung die meisten Dokumente vernichtet
haben. Außerdem wurde die Mehrheit der Häftlinge unmittelbar nach Ankunft
in die Gaskammern geschickt - ihre Namen befanden sich auf keiner Aufnahmeliste.
Beim Betreten des Museums des Vernichtungslagers Auschwitz passiert der
Besucher das in vielen Filmen und auf vielen Fotografien verewigte Tor
mit der Aufschrift ,,Arbeit macht frei". Dahinter stehen mehrere Ziegelbauten,
in denen die Häftlinge in unwürdigen Verhältnissen untergebracht waren.
Einen erschütternden Eindruck hinterlassen die Ausstellungen in den Gefängnisblocks.
Hier werden Gegenstände gezeigt, die den Häftlingen und den Ermordeten
geraubt worden sind, darunter auch Spielsachen. Man sieht die Todeswand,
die Räume, in denen Menschen mit Zyklon B vergiftet wurden, und die Todeszelle
des heilig gesprochenen Maximilian Maria Kolbe, der für einen Mithäftling
sein Leben opferte.
Ein Besuch im benachbarten Birkenau ist noch bedrückender. Hier befand
sich das größte Konzentrationslager: fast 300 von den Häftlingen erbaute
Baracken aus rohem Holz beherbergten bis zu 100 000 Personen auf einmal.
Hier entstanden die meisten Vorrichtungen zur Massenvernichtung (4 Gaskammern
und 4 Krematorien). Dieser Ort bedarf keiner Expositionen. Man war bemüht,
den ursprünglichen Zustand dieses Lagers aufrechtzuerhalten, um auf diese
Weise das Klima der menschlichen Demütigung und die unmessbare Dimension
des Verbrechens wiederzugeben.
Zakopane: das Tor zur Tatra
Zakopane ist ein gut ausgebauter Kurort, die Hauptstadt der Tatra und
des Tatra-Vorlands und die am höchsten liegende Ortschaft Polens (730-1000
m) mit Alpencharakter. Zakopane war bereits am Anfang des 20. Jh. ein
beliebter Kurort und so blieb es bis heute. Es galt als "schick" hierher
zu kommen, um dann damit prahlen zu können. Seit dem Ende des 19. Jh.
war Zakopane ein Treffpunkt der polnischen Boheme: Dichter, Schriftsteller,
Maler und Bildhauer. Sie trugen zu der außergewöhnlichen Atmosphäre dieser
Stadt bei. Eine Erinnerung an diese Zeit sind die Straßennamen, die schönen,
einst von bekannten Künstlern entworfenen und bewohnten Villen und die
Bilder und Skulpturen in zahlreichen Galerien.
Heute gehört ein Besuch in Zakopane auch zum guten Ton, ähnlich wie in
Sankt Moritz, in den Alpen. Einen Gegensatz zur versnobten Atmosphäre
bilden jene Touristen, die die Stadt wie vor hundert Jahren mit dem Rucksack
durchqueren, um die höchsten Tatra-Gipfel zu erklimmen.
Zakopane hat heute 30 000 Einwohner, von denen 5000 Nachkommen der einstigen,
hier bereits im 19. Jh. ansässigen Bergbewohner sind. Die Bergvolk-Exotik
dieser Ortschaft ist faszinierend. Es ist eine merkwürdige Stadt: außer
ein Paar Reihen niedriger Häuser, meistens vom Anfang des 20. Jh., stehen
hier Villen, Pensionen, Einfamilienhäuser und Holzhütten. Viele von ihnen
sind wunderschön. Seit dem 19. Jh. träumten reiche Städter davon, eine
reichverzierte Holzhütte im Zakopane-Stil mit einem abfallenden Dach und
einer Veranda zu besitzen. Die hiesigen Bauleute sind nicht nur in ganz
Polen gefragt, sie sind auch in den USA geschätzte Fachleute.
Beim Spaziergang durch Zakopanes ruhige Seitenstraßen gewinnt man leicht
den Eindruck, in einem gut geführten Freilichtmuseum zu sein.
Die Hauptstrasse heißt Krupówki - es ist zugleich eine der berühmtesten
Promenaden Polens, mit zahlreichen Restaurants, Cafés und Pubs. An den
Ständen werden Andenken und oscypki angeboten - wohlschmeckende kleine
Käsestücke aus Schafsmilch. Das ganze Jahr über begegnet man hier einer
farbenfrohen, vielsprachigen Menschenmenge. Wegen der Lage und der Bebauung
der Stadt ist das Gebirge nicht von überall zu sehen - manchmal ist es
vollkommen verdeckt. Am hervorstechendsten ist der Berg Giewont.
Ein Berg mit Gesicht
Obwohl der Giewont kein besonders hoher Berg
ist (1894 m), ist er der bekannteste Gipfel der Polnischen Tatra und ein
Symbol Zakopanes. Dies verdankt er seiner spezifischen Form - wenn man
ihn von der Stadt aus betrachtet, erinnert er an eine liegende menschliche
Gestalt. Der Volksmund sagt, dass Giewont ein schlafender Ritter sei,
der aufwachen wird, wenn das Land bedroht wird. Der Berg erhebt sich im
geometrischen Mittelpunkt der Tatra. In der Vergangenheit ersetzte er
den Bergbewohner die Uhr und war ihnen beim Wettervoraussagen behilflich.
1901 wurde zur Feier der Jahrhundertwende auf der "Nase" des Ritters ein
15 m hohes Kreuz errichtet.
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Wenn der Besucher nach Zakopane kommt, kann er ohne größere Strapazen
in die Berge gelangen. Dies ermöglichen zwei Bahnen, die das ganze
Jahr über in Betrieb sind - die Schienenseilbahn auf den Berg Gubałówka
(1120 m) und die Seilbahn auf den Kasprowy Wierch (1987 m). Um sich
vom Stadtlärm zu erholen und frische Luft zu schnappen, reicht es,
einige Kilometer weit zu fahren - egal in welche Richtung. Um die
Stadt herum liegen viele kleine Dörfer, die zum Tatra-Vorland (Podhale)
gehören - einer historisch-geographischen Landschaft zwischen der
Tatra, Gorce, Spisz und Orawa. Diese an Bächen, Flüssen und Berghängen
gelegenen Dörfer und Städtchen werden von vielen Menschen als Ort
der Erholung gewählt. Das Übernachtungsangebot ist, ähnlich wie
in Zakopane, auch hier sehr breit gefächert. In den Dörfern der
Tatra wird die alte Folklore gepflegt - an Sonntagsvormittagen ziehen
die Einwohner ihre Volkstrachten an und eilen zur Messe in alte
Holzkirchen. In den Wirtshäusern kann man den hiesigen Dialekt und
wunderschöne regionale Musik hören.
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Zakopane - Aussicht
von Gubałówka
Foto: www.poland.gov.pll |
Quelle: www.poland.gov.pl

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