Gesundheitsschutz in Polen
Zu der kostenlosen medizinischen Versorgung sind in Polen alle berechtigt,
die nach dem Gesetz über Allgemeine Krankversicherung in dem Nationalem
Gesundheitsfonds vom 23. Januar 2003 krankenversichert sind.
Der Anspruch auf kostenlose Leistungen steht allen Versicherten und ihren
Familienangehörigen zu, wenn sie diese bei einem Vertragsbehandler in
Anspruch nehmen. Anschriften von Vertragsärzten und Gesundheitszentren
erhalten Sie in den Zweigstellen des Nationalen Gesundheitsfonds (Narodowy
Fundusz Zdrowia - NFZ). Eine Anschriftenliste des Gesundheitsfonds findet
sich am Ende.
Der Nationale Gesundheitsfonds (NFZ) ist gesetzlich verpflichtet, die
Leistungen für alle Versicherten und ihre Familienangehörigen sicherzustellen.
Der NFZ finanziert die Leistungen und Medikamente aus den Beiträgen der
Versicherten. In 2004 sind das ca. 30 Mld Zloty (6,25 Mld Euro).
Der Gesundheitsfonds besteht aus:
- der Gesundheitsfondszentrale,
- 16 Zweigstellen des Gesundheitsfonds, gemäß der territorialen Aufteilung
des Landes.
Alle öffentlichen und privaten Leistungserbringer, die einen Vertrag
mit der NFZ-Zweigstelle abgeschlossen haben, sind verpflichtet, medizinische
Leistungen anzubieten. Das sind vor allem: Allgemeinärzte, Zahnärzte,
Krankenhäuser, Rettungsdienststellen, Gesundheitszentren und ärztliche
Praxen.
Der Versicherte kann während eines vorübergehenden Aufenthalts in Polen
Sachleistungen nach polnischem Recht in Anspruch nehmen, und zwar: ärztliche
Grundbehandlung, ambulante und zahnärztliche Behandlung, Krankenhausbehandlung
sowie Rettungsdienstleistungen. Zu diesem Zweck braucht man einen Anspruchsnachweis,
der im Wohnland zu erhalten ist. Bis zum 31.05.2004 stellen Krankenkassen
den Vordruck E111, den sogenannten Urlaubskrankenschein, aus. Ab dem 01.06.2004
darf nur noch die Europäische Krankenversicherungskarte bzw. eine provisorische
Ersatzbescheinigung ausgestellt werden.
Ohne diesen Unterlagen muss man alle Behandlungskosten selbst bezahlen.
Dasselbe gilt für die Situation, wenn man ärztliche Behandlung oder Krankenhausbehandlung
von einem Leistungserbringer erhält, der keinen Vertrag mit dem NFZ abgeschossen
hat.
In jedem Fall fordern die Leistungserbringer, den Vordruck E111 oder die
Europäische Krankenversicherungskarte vorzulegen.
Die Leistungserbringer sind verpflichtet, die Leistungen so schnell wie
möglich zu erbringen. Sie haben auch eine Warteliste auf bestimmte Leistungen
zu führen. Im Falle einer Gesundheitsverschlechterung, Magenverstimmung,
Entbindung oder eines Unfalls wird die ärztliche Hilfe jedoch unverzüglich
geleistet.
Ärztliche
Grundbehandlung
Der Versicherte erhält gegen Vorlage des Vordrucks E111 oder der Europäischen
Krankenversicherungskarte kostenfreie ärztliche Grundversorgung.
Von einem Allgemeinmediziner bekommt man Überweisungen für diagnostische
Untersuchungen.

Ambulante
Behandlung
Für Fachärzte in Praxen benötigt man eine entsprechende Überweisung von
einem Allgemeinmediziner. Die Überweisung ist nicht erforderlich, wenn
man folgende Ärzte aufsuchen will:
- Frauenarzt und Geburtshelfer
- Zahnarzt
- Hautarzt
- Geschlechtsarzt
- Onkologe
- Augenarzt
- Psychiater
Die Überweisung ist nicht erforderlich für:
- Tuberkulosenkranker
- HIV-Infizierte
- Kriegsinvaliden
Auch im Falle einer Gesundheitsverschlechterung, Magenverstimmung, Verletzung
oder eines Unfalls ist eine Überweisung nicht notwendig.
Zahnärztliche Behandlung
Mit dem Vordruck E111 oder mit der Europäische Krankenversicherungskarte
kann man die zahnärztliche Behandlung im Bedarfsfalle erhalten. Diese
beschränkt sich aber auf eine einfache Grundversorgung entsprechend der
gesetzlichen Leistungsliste (Verordnung des Gesundheitsministers vom 18.
Juni 2003). Darüber hinausgehende Behandlungen und Materialien gehen voll
zu Lasten des Patienten.
Krankenhausbehandlung
Wenn eine Erkrankung so schwerwiegend ist, dass stationäre Behandlung
im Krankenhaus erforderlich ist, braucht man einen Überweisungsschein
vom Arzt. Im Notfall kann man sich mit dem Vordruck E111 oder der Europäischen
Krankenversicherungskarte direkt an ein Krankenhaus wenden.
Rettungsdienst und Krankentransport
Kostenlos - im Falle einer Gesundheitsverschlechterung, Entbindung oder
eines Unfalls gegen Vorlage des Vordrucks E111 oder der Europäischen Krankenversicherungskarte.
Medikamente
Rezepte stellt jeder Vertragsarzt aus. Das Rezept kann man in jeder Apotheke
einlösen, wenn man den Vordruck E111 oder die Europäische Krankenversicherungskarte
vorliegt.
Für die medikamentöse Versorgung werden die Präparate in drei Kategorien
eingeteilt. Je nach Kategorie sind folgende Beträge zu zahlen:
- ein Festbetrag in Höhe von 3,20 Zloty
- eine prozentuale Beteiligung in Höhe von 30% oder 50% des Medikamentpreises
- eine vollständige Kostenübernahme

Zuständige
Behörde
Zuständige Behörde
Ministerstwo Zdrowia
ul. Miodowa 15, 00-952 Warszawa
tel. 00 48 22 831 43 45
faks 00 48 22 635 80 05
Verbindungsstelle
Der Nationale Gesundheitsfonds:
Centrala Narodowego Funduszu Zdrowia - Biuro ds. Współpracy Międzynarodowej
ul. Grójecka 186
02-390 Warszawa
tel. 00 48 22 572 60 36
Zuständige Träger:
Dolnoslaski OW
ul. Joanitów 6
50-252 Wroclaw
tel. +48 (71) 374-73-43, +48 (71) 374-73-01
fax +48 (71) 374-72-01
Kujawsko-Pomorski OW
ul. Mickiewicza 15
85-071 Bydgoszcz
tel. +48 (52) 325-27-04
fax +48 (52) 325-27-09
Lubelski OW
ul. Szkolna 16
20-124 Lublin
tel. +48 (81) 94-88, +48 (81) 748-36-57 wew. 173
fax +48 (81) 531-05-29
Lubuski OW
ul. Podgórna 9B
65-057 Zielona Góra
tel. +48 (68) 328-77-77, +48 (68) 328-76-69
fax +48 (68) 328-76-54
e-mail: infoeuro@nfz-zielonagora.pl
Lódzki OW
ul. Kopciñskiego 58
90-032 £ódź
tel. +48 (42) 677 49 40, +48 (42) 677 49 76
fax +48 (42) 67 74 001
Malopolski OW
ul. Ciemna 6
31-053 Kraków
tel. +48 (12) 94-88, +48 (12) 298-83-86,
faks +48 (12) 430-64-40
e-mail:nfz@bci.krakow.pl
Mazowiecki OW
ul. Prosta 69
00-838 Warszawa
tel. +48 (22) 444-15-01, +48 (22) 444-15-02
e-mail: wniosek@nfz-warszawa.pl
Opolski OW
ul. Glogowska 37
43-315 Opole
tel. + 48 (77) 402-01-00, + 48 (77) 402-01-85, + 48 (77) 402-01-86
fax + 48 (77) 402-01-01
Podkarpacki OW
ul. Zamkowa 8
35-032 Rzeszów
tel. +48 (17) 860-41-97, +48 (17) 860-41-78, +48 (17) 860-41-18, +48 (17)
860-41-41
fax +48 (17) 852-86-19
Podlaski OW
ul. Palacowa 3
15-042 Bialystok
tel. +48 (85) 745-95-87, +48 (85) 745-95-88
fax +48 (85) 745-95-39
e-mail:dchojnacka@nfz-bialystok.pl
mpieciun@nfz-bialystok.pl
Pomorski OW
ul. Podwale Staromiejskie 69
80-844 Gdansk
tel. +48 (58) 321-86-26, +48 (58) 321-86-35
fax +48 (58) 321-85-15
e-mail: gdansk@nfz-gdansk.pl
Slaski OW
ul. Kossutha 13
40-844 Katowice
tel. +48 (32) 200-40-40, +48 (32) 735-19-00
faks +48 (32) 252-84-13
e-mail: zdrowieue@nfz-katowice.pl
Swietokrzyski OW
ul. Jana Pawla II 9
25-025 Kielce
tel. +48 (41) 364-61-36
fax +48 (41) 362-90-72
Warminsko-Mazurski OW
ul. Zolnierska 16
10-561 Olsztyn
tel. +48 (89) 94-88, 532-74-14, +48 (89) 539-19-27
fax +48 (89) 533-96-70
e-mail: jolanta.munje@nfz-olsztyn.pl, marta.czerwinska@nfz-olsztyn.pl
Wielkopolski OW
ul. Grunwaldzka 158
60-309 Poznan
tel. +48 (61) 94 88
fax +48 (61) 850 60 68
Zachodniopomorski OW
ul. Arkonska 45
71-470 Szczecin
tel. +48 (91) 425-10-10, +48 (91) 94-88
fax +48 (91) 42 51 177
e-mail: wnioskiE@nfz-szczecin.pl
Quelle: www.nfz.gov.pl

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