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Wunder der Natur


Herkules-Keule
Foto: www.poland.gov.pl

Der Stolz der polnischen Pflanzenwelt sind gewaltige, mehrere Hundert Jahre alte Eichen, deren Stämme bis zu 13 m Umfang haben und die in den unterschiedlichsten Teilen des Landes wachsen. Zu diesen "Naturdenkmälern" gehören die berühmte tausendjährige Eiche "Bartek" im Heilig-Kreuz-Gebirge und die 700 Jahre alte Eiche "Chrobry" (nach dem ersten polnischen König benannt) in der Niederschlesischen Heide. In Mittelpolen, in der Nähe der Ortschaft Rogalin, befindet sich die europaweit größte Ansammlung alter Eichen. Es sind fast 1000, wobei die ältesten 600 Jahre alt sind. Am bekanntesten sind die so genannten drei Eichenbrüder Lech, Czech und Rus. Auch die unbelebte Natur weist wunderschöne Formen auf. Ein Beispiel dafür ist das Heuscheuergebirge mit seinen abwechslungsreichen Felsformen. In der Nähe von Krakau, zwischen den Kalkfelsen des Nationalparks von Ojców, steht ein 20 m hoher, keulenförmiger Felsen (Maczuga Herkulesa, Herkuleskeule). In unmittelbarer Nähe gibt es 400 Höhlen. Am schönsten sind jedoch die Tropfsteinhöhle Raj (Paradies-Höhle) im Heilig-Kreuz-Gebirge und die Jaskinia Niedźwiedzia (Bärenhöhle) in den Sudeten.

In beiden kann man die Knochen von Tieren aus der Eiszeit (Mammut, Wollnashorn, Höhlenbär, Säbelzahntiger) und Werkzeuge besichtigen, die Neandertalern vor 40 000-50 000 Jahren angefertigt haben. Die Höhlen sind sogar für kleine Kinder begehbar. Die herrlichen Tropfsteine, Säulen, Draperien, Kaskaden und unterirdischen Seen werden bunt angestrahlt. In der Paradies-Höhle hängen von einem Quadratmeter Höhlendecke bis zu 200 Tropfsteine. Es gibt hier auch den Erbsenstein (Pisolith), die so genannte Höhlenperle, die auf der Welt nur selten vorkommt.

Quelle: www.poland.gov.pl